14. Europäisches Holzwerkstoff-Symposium 2026: Chancen und Potenziale der Holzwerkstoffindustrie

Am 14. Oktober 2026 startete in Hamburg das 14. Europäische Holzwerkstoff-Symposium. Rund 360 Teilnehmende aus dem In- und Ausland kamen vom 14. bis 16. Oktober 2026 zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, Chancen und Herausforderungen der Holzwerkstoffindustrie auszutauschen. Im Mittelpunkt standen unter anderem Künstliche Intelligenz, Recycling und Kreislaufwirtschaft, innovative Materialien, der Einsatz von Holzwerkstoffen im Bauwesen sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die Auswirkungen des Klimawandels.

Das Fraunhofer WKI und die European Panel Federation (EPF) organisierten das Europäische Holzwerkstoff-Symposium bereits zum 14. Mal in Kooperation mit dem Internationalen Verein für Technische Holzfragen (iVTH). Als weltweit größte Veranstaltung dieser Art bringt das Symposium Hersteller, Zulieferer und Anwender zusammen und bietet ein internationales Forum für Wissenstransfer, fachlichen Austausch und Vernetzung.

Den Auftakt bildete am 14. Oktober ein Welcome-Evening im Grand Elysée Hotel Hamburg. Harald Schwab, Veranstaltungsorganisator und Fachbereichsleiter am Fraunhofer WKI, begrüßte die internationalen Gäste gemeinsam mit Kris Wijnendaele, Technical Director der EPF.

»Die Holzwerkstoffindustrie steht vor großen Veränderungen, gleichzeitig eröffnen sich enorme Chancen. Mit unserem Symposium wollen wir die zentralen Zukunftsthemen zusammenbringen und vor allem den Austausch zwischen Forschung, Herstellern, Zulieferern und Anwendern fördern. Dass rund 360 Fachleute aus dem In- und Ausland nach Hamburg gekommen sind, zeigt, welchen Stellenwert dieser persönliche und fachliche Austausch für die Branche hat«, sagt Harald Schwab, Veranstaltungsorganisator und Fachbereichsleiter am Fraunhofer WKI.

Zukunftsthemen der Holzwerkstoffindustrie im Fokus

Am 15. Oktober 2026 begann das Fachprogramm mit insgesamt 21 Vorträgen. Neben Themen wie Materialentwicklung, Recycling und dem Einsatz von Holzwerkstoffen im Bauwesen richtete sich der Blick verstärkt auf neue technologische, wirtschaftliche und klimatische Herausforderungen. Dazu gehörten der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Produktion und Entwicklung ebenso wie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche und die Auswirkungen des Klimawandels. Einblicke hierzu gaben unter anderem Thomas Wybierek von der Nord/LB und Dirk Notz von der Universität Hamburg.

Das Fraunhofer WKI war mit drei Fachvorträgen im Programm vertreten. Institutsleiter Raoul Klingner widmete sich in seinem Überblicksvortrag »Holzwerkstoffe – Motor für Innovation und Kreislaufwirtschaft« den Potenzialen digitaler Technologien für die Branche. Digitalisierung, intelligente Sensorsysteme und Künstliche Intelligenz ermöglichen die kontinuierliche Optimierung von Produktionsprozessen, einen effizienteren Ressourceneinsatz sowie die Reduzierung von Ausschuss und Emissionen. Der Vortrag zeigte, wie smarte Produktionstechnologien den Weg zu einer nachhaltigeren, flexibleren und stärker kreislauforientierten Holzwerkstoffindustrie ebnen können.

Ebenfalls sprach Bettina Meyer in Session II zum Thema »REACH-Verordnung: Formaldehyd. Erfüllung der REACH-Anforderungen, ECHA verstehen, Risiken vermeiden«. Am letzten Tag berichtete Filip Majstorovic über aktuelle Forschungsaktivitäten zu »Mineralgebundenen Platten auf Basis von Holz und Naturfasern«.

Austausch als Impulsgeber für die Branche

Neben den Fachvorträgen spielte die persönliche Vernetzung eine zentrale Rolle. In den Pausen sowie bei zwei Abendveranstaltungen hatten die rund 360 Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, bestehende Kontakte zu vertiefen, neue Netzwerke aufzubauen und aktuelle Fragestellungen der Branche zu diskutieren. Zu den Abendveranstaltungen luden die Hywax GmbH sowie weitere Industrieunternehmen ein.

Schwab betonte deshalb neben dem fachlichen Programm insbesondere die persönliche Begegnung: »Fachlich fundierte Vorträge und renommierte Referentinnen und Referenten sorgen für wertvolle Einblicke und neue Denkanstöße. Mindestens ebenso wichtig ist für uns aber, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Aus diesem Austausch entstehen neue Ideen, Kooperationen und wichtige Impulse für den Wissenstransfer innerhalb der Branche.«

Pressemitteilung Fraunhofer WKI / 


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